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2017-08-17

THE BUG VS. EARTH - Concrete Desert

Obwohl ein großer Fan von Justin Broadrick, bin ich jenseits seiner beiden Hauptprojekte Godflesh und Jesu doch weit davon entfernt, ein Komplettist zu sein.
Hätte ich mich z.B. mal mit einer seiner prominentesten Nebenbaustellen, Techno Animal, oder seiner Zeit in God beschäftigt, dann wäre mir auch der Name seines Mitstreiters Kevin Martin aka The Bug schon vor dem letzten Roadburn Festival ein Begriff gewesen.

Dort war dessen gemeinsamer Auftritt mit Earth-Gitarrist Dylan Carlson noch als "The Bug vs. Dylan Carlson of Earth" kommuniziert worden. Auch wenn diese Variante natürlich inhaltlicher präziser ist und unnötigen Missverständnissen vorbeugt, geht der Name des Duos auf ihrem Studioalbum ein bisschen leichter von der Zunge:





THE BUG VS. EARTH - Concrete Desert (white and black marble / grey and black marble 2LP) + Below Heaven (red 12") (2017)


"Concrete Desert" ist also die Kollaboration eines überaus erfahrenen, immer wieder neues ausprobierenden Elektro-Musikers/Produzenten mit stilistischen Referenzen von Dubstep über Trip Hop und Industrial bis Jazzcore, dessen Diskographie bis Anfang der Neunziger Jahre zurückreicht, mit dem droneheiligen Großmeister des Zeitlupen-Gitarren-Twangs - dessen Tonträgerschaffen übrigens ebenfalls Anfang der Neunziger begann.

Was man von dieser Konstellation zu erwarten hat, ist offensichtlich: mit der Geduld einer Sergio-Leone-Kameraeinstellung wabernde Westernlicks, die über blauwalverschlingendes E-Gedröhne und bis zum Erdmittelpunkt bassenden Beats ganz langsam einmal bis zum Vollmond und zurück doomen. Und etwas dieser Vorstellung zumindest sehr ähnliches bekommt man auch.

The Bug vs. Earth live in Tilburg
Was für die Chemie dieses Albums wohl entscheidend ist, erklärte sich in einem Interview, welches ich vor einigen Wochen gelesen hatte. Kevin Martin erklärte darin, dass er seine Inspiration für dieses Instrumentalalbum die Metropole Los Angeles war, die er - nicht gerade Großstadtmensch - als endzeitliche Betonwüste empfindet.
Dylan Carlson hingegen kann das gar nicht nachvollziehen und findet LA eigentlich ganz cool.

Diese polaren Haltungen fließen beide in "Concrete Desert" ein und verleihen dem Album einen großen Teil seiner Spannung. Es ist ein durchgehend düsteres, langsames Werk, doch wenn die Gitarre nicht gerade im puren Noisemodus die Geräuschwerdung surrealen Advantgardekinos exerziert, begegnet sie der von The Bug heraufbeschworenen trostlosen Postapokalyse oft mit einer geradezu abgebrühten Tiefenentspanntheit, welche nicht nur die Hörbarkeit, sondern auch das katharsische Potential dieser Musik enorm steigert.

Und so funktioniert das Doppelalbum als dunkle Mitternachtsbeschallung ebenso gut wie wenn draußen bei Weltuntergangswetter der Sturzregen aufs Carportdach lärmt oder man im stockenden Autobahnverkehr auf Höhe Hamburg-Stellingen in der norddeutschen Wüstensonne brutzelt. Ich habe es getestet.

"Concrete Desert" hat bei mir nicht sofort zu hundert Prozent gezündet, doch das war das bei solcher Musik ganz normal ab und zu auftretende Phänomen, dass man zunächst einmal ein paar Längen empfindet, bevor man sich in Fluss und Rhythmus hineingehört hat.

Earth-Fans und generell alle Freunde des gepflegten Drone können hier ziemlich risikolos zuschlagen, denn was dieses transatlantische Team hier ins Vinyl gefräst hat, ist ein außerordentlich gelungenes, genreübergreifendes und tatsächlich auch abwechslungsreiches Slow-Motion-Meisterwerk.
 

Wer die Wahl zwischen CD und Schallplatte hat, der sollte hier übrigens unbedingt zu letzten greifen: Die Haptik stimmt, das Artwork ist super, die verschiedenfarbig marmorierten LPs selbst sehen nicht nur fantastisch aus, sondern klingen auch so. Was für ein vollmundig edel abgerundeter Bass! Sehr beeindruckend.




Das entscheidende Argument für die zwölfzöllige Version ist aber - bei einem Preis von derzeit um die fünfundzwanzig Euro -, dass zusätzlich zur Doppel-LP noch eine Rille namens "Below Heaven" beiliegt.

Deren B-Seite enthält mit "Another Planet" einen atmosphärischen Solotrack von The Bug, welcher nicht essentiell ist, das Ganze aber schön abschließt.

Die A-Seite jedoch ist für mich in diesem Paket unverzichtbar, beherbergt sie mit "Dog" und "Pray" doch alternative Interpretationen der Albumtracks "Snakes Vs Rats" und "Broke" - hier allerdings mit Heisergeschrei von niemand geringerem als... na, da kann man drauf kommen... genau, Justin Broadrick, der schon fast an sein gebrochenes Extremgekehle auf dem PainKiller-Stück "The Toll" anschließt. Hammer!


"Concrete Desert" punktet bei mir also in allen Belangen: Aufmachung, Preis/Leistungs-Verhältnis, Produktion - und musikalisch gewinnt dieser innovative Dröhndub sowieso.





Highlights: Concrete Desert, Dog, Don't Wald These Streets, American Dream, Other Side Of The World, Agoraphobia,





2017-08-13

THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT - Metanoia

Ich war zwar um Sparsamkeit bemüht, doch ein paar Tonträger mussten natürlich neulich in der Balver Höhle in meine Einkaufstasche wandern. So die neueste Veröffentlichung des Duos (live Quartett plus Gastflötist) The Moon And The Nightspirit.


THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT - Metanoia (CD) (2017)

Da auf dem Prophecy Festival hauptsächlich neue Stücke gespielt wurden, muss ich mich hier ein wenig wiederholen.

Was sofort ins Ohr fällt ist, dass diese sehnsuchtsvolle neofolkoristische Musik mit ungarischen Texten für Fans von Dead Can Dance gemacht ist. Allein die Konstellation eines männlich-weiblichen Duos und der Gesang von Ágnes Tóth, die daneben noch für Geige, Klavier, Harfe, Flöte, Percussions, das tolle Coverartwork und weitere Illustrationen verantwortlich ist, sorgt dafür.

Die restlichen Instrumente, unter denen vor allem Akustikgitarre und Bass wichtig sind, werden von Mihály Szabó bedient.

Es sind wie neulich bereits gesagt vor allem die arabischen und mittelalterlich-europäischen Elemente von Dead Can Dance, die sich hier wiedererkennen lassen, doch The Moon And The Nightspirit sind eigenständig und kompositorisch wie spielerisch versiert genug, um "Metanoia" ganz und gar nicht nach einer geringeren Kopie klingen zu lassen. Nein, man kann sich dem Vergleich durchaus selbstbewusst stellen.

The Moon And The Nightspirit live
Im Vergleich zur Liveperformance ist hier natürlich alles noch etwas sauberer und kontrollierter, insbesondere gilt dies für den hier weit unauffälligeren Bass.
Die einzige kleine Kritik am Liveset gilt auch hier, nämlich dass sich der Sound und die Stücke auf Dauer alle etwas zu ähnlich sind, was es auch ziemlich schwierig macht, sich aus den acht Stücken Favoriten herauszupicken. Zwei oder drei Songs, die sich klanglich oder von der Stimmung her deutlicher vom Rest emanzipieren, würden den Gesamteindruck zweifellos noch deutlich aufwerten.

Doch auch so ist "Metanoia" schon ein wunderschönes, durchgehend verzauberndes Weltmusikalbum, welches man für den Preis ohne Gewissensbisse einfach nur genießen kann.

Ich hörte, dass einige Fans von dem Werk wohl enttäuscht sind. Da ich die vorigen Alben aber noch nicht kenne, mag ich nicht beurteilen, wie hoch die Messlatte ist. Sollte  es in der Diskographie tatsächlich noch deutlich bessere CDs als diese geben, dann ziehe ich jetzt schon mal ehrfürchtig meinen Hut!





Highlights: Kristálymezök, A Hajnal Köszöntése, A Fény Diadala, Hen Panta Einai (Minden Egy)




#LBS 32|52 - DrumS



Toyed with some minimalistic drum setup ideas today. I already have a totally different set for the next DruturuM show, but since there's enough stuff for a second kit I'm already thinking ahead to the third (or fourth?) concert - whenever that may be...


Speaking of the band: This week the last video from our first show "Druturum I: The Grand Book Of Anticyclic Chorals" went online, so here's the full playlist on YouTube:







2017-08-12

LAIBACH - Also Sprach Zarathustra

Laibach schaffen es ja immer wieder auf unterschiedlichen Ebenen, einem Wünsche zu erfüllen, von denen man vorher gar nicht wusste, dass man sie hatte. Insbesondere Grabesstimme Milan Fras ist regelmäßig in dieser Kategorie unterwegs, wenn er z.B. wie in jüngerer Vergangenheit live in "My Favorite Things" von "schnitzel with noodles" schwärmt oder in "Olav Tryggvason" auf norwegisch tiefsingspricht.

Auch auf dem neuen Album "Also Sprach Zarathustra" checkt das zum ersten Mal seit "Jesus Christ Superstars" (1996) auch auf dem Cover abgebildete Gesicht Laibachs diese Box, und zwar mit den simplen Worten "Wir haben das Glück erfunden".

Egal wie sehr sich einem dieses Album sonst erschließt (oder auch nicht) - spätestens nach diesem Satz weiß man, dass man mit seinem Erwerb mal wieder  alles richtig gemacht hat.





LAIBACH - Also Sprach Zarathustra (LP) (2017)


Ähnlich wie das Nationalhymnen-Konzeptalbum "Volk" ist "Also Sprach Zarathustra" ein viel subtileres Werk, als der Name vermuten lassen könnte.
Nietzsche und Laibach haben bereits eine lange gemeinsame Tradition, taucht der Philosoph doch seit jeher immer mal als Stichwortgeber in den Texten der Slowenen auf. Mitte der Neunziger veröffentlichte zudem das laibachnahe Projekt 300.00 V.K. mit "Also Sprach Johann Paul II" das vielleicht stumpfeste Album aus Laibach-Umfeld, ein von Kirmestechno-Umpfumpfumpf angetrieber Mashup aus Papstzitaten, Laibach-Remixen und Richard Strauss.

Es wäre also durchaus möglich gewesen, dass hier nun alles auf elf gedreht wird: eine Strauss-Interpretation mit den offensichtlich provokantesten "Zarathustra"-Schnipseln: Weiber, Peitsche, Übermensch, Gott ist tot.
Auf all dies verzichten Laibach jedoch.

"Also Sprach Zarathustra" ist kein reguläres Album wie zuletzt "Spectre", sondern aus einem Theatersoundtrack entstanden und sortiert sich damit in der langen Diskographie am ehesten neben den beiden Achtziger-Jahre-Werken "Krst Pod Triglavom - Baptism" und "Macbeth" ein, ohne jedoch den bruchstückhaften Charakter des ersten bzw. die stampfende Brachialität des zweiten zu kopieren.


Back to the roots gehen Laibach hier dennoch. Tanzbares oder Popappeal ist hier nicht zu finden und auch um Strophe-Refrain-Strukturen spielen eine sehr untergeordnete Rolle.

In seiner (relativen) advantgardistischen Sperrigkeit ist "Also Sprach Zarathustra" das erste Laibach-Studioalbum seit sehr langer Zeit, bei dem neben Neoklassik die Klassifizierung Industrial tatsächlich mal wieder zutrifft. Es ist aber - ähnlich wie im Werdegang der Einstürzenden Neubauten zu beobachten - ein sehr gereifter Industrial, der nicht nur den Krach, sondern auch den Umgang der Stille perfektioniert hat.

Nachdem zuletzt immer mit sehr offenen Karten gespielt wurde, ist den Credits mit wenigen Ausnahmen nicht zu entnehmen, welche Musiker beteiligt waren, und so bleibt es auch unklar, ob die Aufnahmen auf  "Also Sprach Zarathustra" überwiegend eher digital oder mechanisch entstanden sind. Gerade die härteren Percussionsounds wirken zumindest sehr natürlich.

Die großräumige Produktion verleiht Milan Fras' Stimme eine besondere Gravitas. Dass die nicht eins zu eins aus Nietzsches Buch zitierten, sondern irgendwo zwischen kryptisch und parolenhaft verkürzten Texteinsätze vergleichsweise rar gesäht sind, verstärkt diesen Effekt noch.

Nur wenn aus "dem Verkündiger des Blitzes" ein "Verkundiger des Witzes" wird, muss man schon schmunzeln. Doch das ist kein bug, sondern ein feature. Auch musikalisch kommen Laibach nicht ohne Humor aus. So hat es in der Vergangenheit verschiedene Tracks gegeben, in denen Atemgeräusche zum Rhythmus gehörten. "Das Nachtlied II" setzt diese Tradition fort - allerdings mit lauten Schnarchgeräuschen. Naheliegend.


Überraschenderweise - und vielleicht ist es gerade dies, was "Also Sprach Zarathustra" am ehesten retro macht - ist Mina Spiler auf dem Album noch viel weniger als Fras zu hören. Erst ganz zum Schluss (zumindest der LP-Version) löst die Sängerin gemeinsam mit dem RTV Slowenischen Symphonie Orchester in "Vor Sonnen-Aufgang" das insgesamt sehr düstere Album in erhaben wunderschönes Wohlgefallen auf.

Jenes Stück kam mir nicht ohne Grund bekannt vor, hatte ich es doch vergangenes Jahr in Ljubljana schon live erlebt.

"Vor Sonnen-Aufgang" live in Ljubljana

Ob ich es auch auf die Tour zu "Also Sprach Zarathustra" schaffe, für die eine neue Bandbesetzung angekündigt ist, weiß ich noch nicht, da es bisher leider keinen Termin in Norddeutschland gibt.

Es wäre jedenfalls sehr schade, dies verpassen zu müssen, denn auch wenn ich noch keinen Schimmer habe, wo ich es am Jahresende im Ranking mit anderen Bands und Künstlern einsortieren werde, überzeugt mich dieses Album doch zu hundert Prozent!


Auf den nichtmusikalischen Inhalt einzugehen, erspare ich mir in dieser Rezension lieber. Es ist schließlich Friedrich Nietzsche, bzw. bereits die Interpretation einer Interpretation von Nietzsche. Darüber haben sich schon genügend Leute den Schädel zerbrochen.

Wobei ich, was ja nicht unbedingt die gängigste Kritikermeinung ist, dem Autor durchaus zustimme, dass es sich bei "Also Sprach Zarathustra" um sein Hauptwerk handelt. Allerdings wohl weniger aufgrund seines philosophischen, sondern eher wegen seines philologischen Gehalts.
Mich fasziniert das Buch als überlanges fieberwahnsinniges Gedicht, welches vor wilder Sprachrhythmik, Neologismen und später alltäglichen Redewendungen (vgl. "Flasche leer" oder "leider geil") nur so überschäumt. Die Form ist derart überwältigend und prägend, dass der Inhalt im Grunde zum vernachlässigbaren Beiwerk gerät. (Ja, man kann natürlich argumentieren, dass die Nazis vielleicht doch lieber mal genauer gelesen hätten. Das hätte die Rosinenpickerei für ihre Zwecke aber auch nicht aufgehalten...)

Oder zumindest zu einem Aspekt, dessen Diskussion mir optional erscheint. Was man durchaus auch auf einige Laibach-Veröffentlichungen so anwenden kann... und damit zurück zum Album!




Es gibt ein paar Stücke, die man weglassen kann, ohne dass es allzu sehr schmerzt. Und die Vinyl-Version, drei Tracks kürzer als die CD, tut genau dies.

Es fehlen auf Seite A der Opener "Vor Sonnen-Untergang" und Track 3 "Die Unschuld I", beides Instrumentalstücke, welche die Themen späterer Tracks vorwegnehmen.
Auf Seite B ist ganz am Ende kein Platz mehr für "Von Den Drei Verwandlungen", ein sehr fieser Lärmdröhntrack, der die immerhin als Download enthaltene Digitalversion auf einer ganz anderen, finsteren Note ausklingen lässt, als "Song" aber durchaus entbehrt werden kann.

Und so ist die CD-Version zwar kompletter und abgerundeter, entzieht der anfangs gezielter zum Punkt kommenden und einen am Ende leichtherziger zurücklassenden LP-Version jedoch keinesfalls die Existenzberechtigung.

Ich glaube, mir gefällt die straffere Version sogar besser, abwohl ich sonst eher der Freund der Extended Cuts bin.


Laibach haben das Glück erfunden
Laibach haben das Glück erfunden
Sage ich
Laibach haben das Glück erfunden.




Highlights: Von Gipfel Zu Gipfel, Das Glück, Vor Sonnen-Aufgang, Als Geist, Das Nachtlied I



2017-08-06

#LBS 31|52 - dusk bokeh


Yes, a pretty last minute Lensbaby Sunday picture once again... and not too original , but I like it anyway.




TAU CROSS und KILLBITE live im Hafenklang, Hamburg (04.08.2017)

Tau Cross

"Was machst Du denn hier?"

"Wieso bist Du denn nicht in Wacken?"


Wie oft habe ich diese Fragen in den letzten Tagen gehört...

Nur Freitag im Hafenklang hat man mich damit in Ruhe gelassen, denn dort fand für Punks und Wackenverweigerer ein Konzert für das Clubsgeschichtsbuch statt. Und auch ohne die zwei, drei Leute die heute nicht konnten, weil sie auf dem Open Air waren, war die Bude rappelvoll.



Killbite

Killbite aus Bremen eröffneten den Abend mit schnell nach vorne preschendem Crust Metal. Der direkte Straight-in-die-Fresse-Ansatz erlaubt keine blumige Analyse des Gehörten, hat aber einfach gut reingehauen und Laune gemacht. Keine Musik, die ich jetzt ganz dringend auf Konserve haben muss, aber live in seiner punkig prügelnden Hardcorebrülligkeit auf jeden Fall sehr geil.

Stilistisch waren Killbite zumindest auf dem Papier auch nicht allzu weit vom Headliner entfernt. Gut zusammengebookt, sage ich mal.

 

Tau Cross

Tau Cross sind (auch wenn sie nicht deren Songs spielen) als legitime Amebix-Nachfolge ja im Grunde schon Kult, seit ihre Existenz bekannt gegeben wurde.

Das 2015 erschienene Debütalbum und  das fantastische Europa-Debüt auf dem Roadburn-Festival 2016 konnten dann wohl so ziemlich alle Erwartungen bedienen, wenn nicht sogar übertreffen. Um es gleich vorwegzunehmen: Ich könnte mich nicht entscheiden, welche der beiden Shows von Tau Cross nun die bessere war. Sound, die große Bühnenproduktion und der Reiz des Neuen sprechen für Roadburn. Im Hafenklang gab es dagegen das schweißtreibende Saunakonzert im kleinen Club, mit Songs aus zwei Alben. Schwierig, sich da zu entscheiden. Eines ist jedoch klar: Die sechsköpfige Gruppe (der Mann für Samples und Synths-Gedöns ist so unauffällig am Bühnenrand untergebracht, dass man ihn für Soundcrew halten könnte) um Sänger Robb Miller und Voivod-Drummer Away ist einfach - ich sagte es schon - Kult Kult Kult.

Ich habe nicht gezählt oder gespickt, aber die Setlist war gefühlt ziemlich ausgeglichen, mit leichtem Überhang des Materials vom ersten Album. Da kann ich mich aber auch irren. Da ich die neue Scheibe "Pillar Of Fire" noch nicht komplett gehört und auch erst nach dem Konzert am Merchtisch gekauft habe, war ich mit den neuen Stücken ja noch nicht so vertraut.
Eines ist aber klar: Wenn es darum geht, live zu killen, stehen Stücke wie "On The Water" oder "Killing The King" den alten Krachern wie "Lazarus" oder "You People" in nichts nach.

Powervoll, derbe, düster. Punk, Crust, Rock'nRoll!

Und wo Miller diese ultrafiese Gurgelstimme herzaubert, habe ich immer noch nicht durchschaut.

Hammer Konzert!



Auf dem Rückweg musste ich in Itzehoe tanken. "Gar nicht in Wacken?", fragte mich der Kunde, der nach mir ans SB-Terminal trat.

Leute, es gibt noch eine so schöne Welt jenseits des Matschackers!





Killbite:













Tau Cross:



















2017-08-04

PROPHECY FEST 2017 • TAG 2: Samstag, 29. Juli (mit DOOL, HEXVESSEL, HYPNOPAZŪZU u.a.)

Dool

Schlaf wird überbewertet. Am zweiten Tag des Prophecy Fests war ich schon um sieben Uhr wieder aus den Federn gekrochen, genoss ein umfangreiches Frühstück und machte mich danach direkt auf einen kleinen Spaziergang.

Da das Konzertprogramm schon kurz vor Mittag wieder losging (ok, losgehen sollte), war mein Zeitfenster für touristisch-fotografische Aktivitäten an diesem Wochenende eher begrenzt. Zum Glück lagen Sorpesee, Staudamm und Ausgleichsbecken ja direkt zu Füßen meiner Unterkunft, so dass ich zumindest einen Anfang ds Jahrtausends abgelaufenen Einwegkamerafilm locker vollknipsen konnte. Die Luftkurortsluft war tatsächlich sehr angenehm, der Wiederaufstieg auf Dammhöhe dafür ziemlich schweißtreibend.

Als Tourist ist dieses steile Auf und Ab ja als Erlebnis mal ganz lustig, aber jeden Tag... nee, Forbewegung ist in Schleswig-Holstein schon lässiger.


Ausgleichsweiher am Sorpesee

Sorpesee

Sorpesee

Finde das Eichhörnchen!

Zu spät.


Kurz vor Einlass wieder an der Balver Höhle aufzuschlagen, wäre nicht wirklich nötig gewesen, zumal auch dieser Tag wieder mit reichlich Verspätung begann. Dafür bekam ich locker einen Platz in der ersten Reihe, die sich während des ersten Acts noch relativ nah an der Bühne befand. Danach wurde der Graben dann auf indoor ziemlich ungewohnte Größe verbreitert. Nicht weiter schlimm, aber irgendwie schon ein bisschen random.


Lotus Thief

Mit Lotus Thief begann der Tag einigermaßen spektakulär. Im Umfeld des Dulcimer-statt-Gitarre-Black-Metal-Projekts Botanist entstanden ließ sich das Quintett unmöglich auf einen Stil festnageln. Zwei Frontfrauen, die vorwiegend Harmonien singen (und vereinzelt auch mal schwarzmetallisch krächzen) sowie die Kenntnis um das Cover ihres aktuellen Albums, welches deren "No Help For The Mighty Ones" stark ähnelt, legt dem SubRosa-Fan den Vergleich zu den Violinendoomern nahe. Musikalisch ist das alles aber näher an Black Metal und melodisch progressiven Death Metal der Marke Opeth. Klanglich war es manchmal schon fast etwas überladen, aber diese Musik will und braucht das auch so. Ein sehr starker Auftakt!



The Moon And The Nightspirit

Mit The Moon And The Nightspirit wurde es anschließend noch etwas mystischer - und eine ganze Ecke entspannter.
Das ungarische Neofolk-Duo aus Geigerin und einem Akustikgitarristen erweiterte sich live um Bass, Djembe und andere Handtrommeln und als speziellen Gast einen Kavalflötenspieler.

Musikalisch war eine Ähnlichkeit mit den europäisch-mittelalterlichen und arabisch inspirierten Sachen von Dead Can Dance nicht zu überhören. Insbesondere galt dies für die Sängerin.

Ein paar stilistische Ausreißer vom regulären Bandsound wären vielleicht noch wünschenswert gewesen, da es doch ein paar Stücke gab, die mir insgesamt zu gleichförmig wirkten. Doch insbesondere die Performance an den Percussions und am rhythmischen, z.T. erstaunlich heavy agierenden Bass glichen diesen Eindruck mit ihrem Groove wieder aus.
Insgesamt sehr überzeugend gehörte die Show von The Moon And The Nightspirit auf jeden Fall zu jenen, für die die Balver Höhle am ehesten gemacht war. Und mit Sicherheit besser als das, was gerade wieder wenige Kilometer von hier auf der Wackinger Stage als Folk und mittelalterlich verkauft wird...


Spiritual Front

Mit Spiritual Front folgte ein italienisches Trio. Wobei dieses Internet behauptet, dass die Gruppe vier oder fünf Mitglieder haben soll. Tatsächlich hatte ich auch den Eindruck, dass die Band nicht vollständig kommen konnte, da doch auffallend viele Elemente aus der Konserve kamen, womit der Frontmann auch sehr offensiv humorvoll umging, als er einen Song neu startete, weil das Publikum noch nicht richtig auf den Takt des Backing Tracks geklatscht hatte.

Unterm Strich war der Auftritt aber immer noch als Liveshow zu werten, und zwar als eine extrem coole. Während auf der Leinwand einfach ein schwarzweißer Sechziger-Jahre-Schinken namens "Mamma Roma" durchlief (Leider brach dieser am Ende natürlich mittendrin ab. Was passiert denn nun mit dem jungen Protagonisten, nachdem er verprügelt wurde?),  servierte die Band an Schlagzeug, A- und wabernder E-Gitarre dazu einen lässigen Cocktail aus Postpunk mit sarkastischer Gothic- und Americana-Attitüde. Schmalztollige Cabaretpunks surfen im schwarzen Country-Cadillac durch Las Vegas sozusagen.
"Armageddon Gigolo" heißt das Album aus dem Jahr 2006 , welches hier gespielt wurde. Freunden von King Dude und Chris Isaak gefällt das. 



Noêta

Nach diesem hervorragend zusammengestellten Triple wäre es natürlich fantastisch gewesen, wenn es auf diesem Niveau weitergegangen wäre. Und wären ihnen nicht technische Probleme hineingegrätscht, dann hätten sich Noêta dieser Aufgabe auch stellen können.

Der düstere, an Chelsea Wolfe im minimalistischstem Modus erinnernde Ambient Folk des schwedischen Duos war nämlich an sich höchst balvekompatibel. Allerdings baut die Musik entscheidend auf Loop-Effekten auf, und es war schon während des Soundchecks zu merken, dass Band und Bühnencrew es einfach nicht schafften, diese für den Gitarristen vernünftig hörbar zu machen.

Und so hatte der gute Mann hör- und sichtbar große Probleme, im Timing zu bleiben. Der zauberhafte Gesang und die generelle Stimmung der Lieder mag zwar wichtiger als Präzision sein, doch auf Dauer, wurde es dann doch anstrengend, den Bemühungen von Noêta zu folgen.
Der Veranstalter hatte ein Einsehen und erlöste die Musiker, indem die vorgesehe Spielzeit verkürzt wurde. Das wohlwollende Publikum zeigte sich auf seine Art gnädig und verlangte nach einer Zugabe.

Schade, da konnte sehr viel Potential leider nicht ausgespielt werden.


Es war nun später Nachmittag und ich machte einen kleinen Spaziergang in den Ort Balve hinein, bei dem ich auch etwas Essen fasste, da ich keine Lust hatte, noch mehr ringförmigen Bargeldersatz vor dem Höhleneingang zu erwerben und auszugeben.


Vorschau auf das nächste Kulturhighlight in der Höhle

Balver Wildleben



Dornenreich nervt.











Ok, das war mein ursprünglich für Dornenreich geplanter Text, da bisher jeder Versuch, in diese Band reinzuhören in vorzeitigem Trackabbruch und dieser Erkenntnis mündete.

Durch den auch nach dem Cut bei Noêta immer noch gnadenlos verschleppten Zeitplan befand ich mich dann aber doch im Inneren der Höhle, als Dornenreich in kleiner Unplugged-Besetzung (nur mit Gitarre und Geige) spielten. Und ich muss mich korrigieren: Solange der... ähem... Sänger seine Klappe hielt, war das wirklich schön anzuhören.
Sobald dann allerdings Gruftipoesiealbumslyrik ins Mikro geräuspert wurde, musste ich reflexartig weghören, um mich nicht mit dem Cringe anzustecken.



The Vision Bleak


The Vision Bleak standen zusammen mit den Shadow Philharmonics auf der Bühne, und in diesem Fall war mir mehr doch ein bisschen zu viel. Die Musik ist ja okay, aber sind die Songs wirklich so stark, dass sie das Gepimpe mit Streichern, zusätzlichen Sängern und ganz besonders dem extra Paukenspieler rechtfertigen? Ich weiß nicht. Vielleicht war mein Problem auch wieder einmal, dass mich der theatralische Gothic-Anteil der Musik nicht besonders berührte. Und gerade dieser wurde ja noch aufgeblasen.
Oder ich war einfach zu müde dafür. Denn ich muss ehrlich zugeben, dass ich die größte Zeit des Sets über hinten an einem der Tische saß und vor mich hingedöst habe. Von daher ist meine Erinnerung hier auch ziemlich bruchstückhaft.

Für den nächsten Programmpunkt war ich zum Glück wieder wach.



Hexvessel
Hexvessel


Die finnischen Retro-Psychedelic/Folk-Rocker Hexvessel gefielen mir heute noch besser als bei ihrem letztjährigen Tour-Gastspiel in Hamburg. Das mag u.a. daran liegen, dass ich inzwischen mit den Songs des letzten Albums vertrauter bin, welche ihr langfristiges Hitpotential bewiesen haben. Und ich habe mich jetzt auch voll an den Gesang gewöhnt.

Die Show übertraf meine Erwartungen und war abgesehen von einem kleinen Akustik-Teil zum Runterkommen die fröhlichste Stunde an diesem ja überwiegend schwarzschweren Wochenende. Wie schon Sólstafir am Vortag überzeugten Hexvessel als eine der wenigen nicht von Prophecy gesignten Bands auf ganzer Linie.


Aber was gibt es besseres, als die Gewissheit nach einer tollen Liveshow, dass es gleich noch geiler weitergehen wird? Denn nun folgte das musikalische Hauptargument für mich, hierher gekommen zu sein, die definitive Band der Stunde, welche live derzeit so ziemlich alles in die Tasche steckt:



Dool
Dool

Dool sind mit ihren drei Gitarren ja eh schon keine personalarme Band, doch heute hatten sie außerdem noch zwei Backgroundsängerinnen, einen Organisten und für eine paar Stücke eine Geigerin dabei. Da allerdings ganze fünf Gastmusiker angekündigt gewesen waren, vermute ich mal, dass die auf dem Debütalbum auf zwei Liedern vertretene, große Farida Lemouchi (The Devil's Blood) wohl verhindert gewesen sein muss. Das war schade, aber angesichts dessen, was die neun Musiker hier auch so schon fantastisches boten, nicht wirklich schlimm.

Hatte ich bei The Vision Bleak noch zu viele Extramusiker auf der Bühne bemängelt, so passte es bei Dool perfekt. Ich hatte nie das Gefühl, dass etwas künstlich überfrachtet oder weichgespült wurde, weil hier in erster Linie nur albumgetreuer wiedergegeben wurde, auf was man sonst live verzichtet.

Hatte ich die Band bisher bei ihren Festivalshows auf dem Roadburn 2016 und dem diesjährigen Hell Over Hammaburg als erste Band des Tages gesehen - beide Male waren viele Besucher danach der Meinung, dass man jetzt eigentlich nach Hause gehen könne -, so hat es mich sehr gefreut, die Holländer hier an der Headlinerposition im Billing zu finden, auf die sie gehören.  

Auch auf der stärker bevölkerten Bühne beherrschte Ryanne van Dorst im Zentrum mit schweißtreibendem Auftritt und unverwechselbarer Powerstimme das Geschehen.

Diesmal wurden alle bisher bekannten Songs der Dark Rock-Band gespielt. Highlights aufzuzählen ist angesichts der Klasse jedes Stückes eigentlich überflüssig, dennoch muss ich als größte Gänsehautmomente das Höllengeigensolo im Jetzt-schon-Klassiker "Oweynagat" und die sensible Ballade "The Death Of Love" herausstellen. Nach dieser stellten Dool außerdem ein brandneues Lied vor, was nicht nur zuversichtlich machte, dass sie auf ihrem nächsten Album wohl kaum nachlassen werden, sondern auch allen, die sie hier zum ersten Mal live sahen, zeigte, dass die normale Besetzung der Band ohne Gastmusiker keinen Deut weniger mitreißt.

Fazit der Show: uneingeschränkt perfekt!




Es war nun schon nach Mitternacht und ich hatte ursprünglich in Erwägung gezogen, nach Dool ins Hotel zurückzukehren. Ich wäre mit der Entscheidung auch nicht einsam gewesen, denn es war schon ein recht großer Strom, der sich nun auf den Weg nach draußen machte und in der Masse nicht mehr zurückkommen sollte.

Die nun folgenden Hypnopazūzu gehörten außerdem schon beim Roadburn zu den wenigen Gruppen, an denen ich nicht interessiert gewesen war. Doch Dornenreich hatten mich am Nachmittag daran erinnert, dass man eine durch hastige YouTube-Recherche gebildete Meinung durchaus hinterfragen konnte. Und was hatte ich denn tatsächlich jetzt besseres zu tun?


Hypnopazūzu


Es war eine hervorragende Entscheidung, noch zu bleiben. Die Band um David Tibet und Killing Joke-Bassist Youth war zunächst einmal eine seltsame Erscheinung, wofür gerade auch die beiden selbst verantwortlich waren: Tibet im barfüßigen Schnappsdrossellook und Youth, der mit dem Selbstverständnis des alten Sacks, dem alles egal ist, das gewagteste Dekoletee seit... naja, der Bassistin von Lotus Thief präsentierte.

Mehrere Songs lang begann das Set mit einer majestätischen Mischung aus Drone und Ambient, über der die durchaus etwas schräge, rezitative Stimme Tibets beschwörerisch thronte.
Sehr groß und weit und entrückend klang das. Es kamen später auch noch mehr rhythmische und folkloristische Elemente hinzu. Von diesen Stücken hatten in der Vergangenheit nicht alle die Konvertierung in Smartphonevideos zu ihrem Vorteil überstanden und waren zum Grund für meine Skepsis geworden. Doch livehaftig funktierten auch diese Kompositionen wunderbar.

Nachdem das wohlig und hypnotisch von Felswand zu Felswand dröhnende Set ausgeklungen war, dürften sicherlich einige der Anwesenden Hypnopazūzu zu ihrem persönlichen Festivalsieger gekürt haben. Und auch bei mir spielen sie trotz vieler starker Shows weit oben mit.





Das war also das Prophecy Fest 2017. Auch mit den nervigen Verzögerungen und den Soundmängeln während einiger Künstler am Freitag war es insgesamt ein wunderbares Festival, welches neben dem ungewöhnlichen Ambiente vor allem mit seinem stilistisch heterogenen und doch stimmigen, künstlerischen Programm glänzte.

Da das Fest wiederholt wohl noch weit vom Ausverkauf entfernt war, wird es nach drei Jahren in der Balver Höhle hintereinander nächstes Jahr aussetzen, ehe die Veranstalter schauen, wie es weitergeht. (Ich persönlich könnte mir schon vorstellen, dass es irgendwann etwas klaustrophobisch würde, wäre die Bude komplett gefüllt.)

Da es sich ja in erster Linie um das Labelfestival von Prophecy handelt, die ja nicht über einen unerschöpflichen Künstlerpool verfügen, hat es mich ohnehin gewundert, dass es so schnell hintereinder stattgefunden hat. Es steht ja auch nirgends geschrieben, dass jedes Musikfestival mindestens jährlich stattfinden muss. Fußball-WM ist schließlich auch nur alle vier Jahre.

Um das grundsätzliche Konzept sollte man sich aber keine allzu großen Gedanken machen. Die kreative Idee ist schon richtig so und spricht auch genügend Fans an. Es ist von der Ausrichtung her natürlich eine Veranstaltung, die sich an ein großenteils überregional anreisendes Special-Interest-Publikum anzieht. Und das Angebot an Festivals ist, auch wenn nicht jedes davon so stimig kuratiert wird, den ganzen Sommer über nun einmal gewaltig. Ein Nachteil, den man vielen Konkurrenzveranstaltungen gegenüber natürlich schlecht wegbekommt, ist dass die Location nur eine Bühne erlaubt, und dass vermutlich die Miete der Höhle auch für den vergleichsweise ziemlich happigen Eintrittspreis verantwortlich ist... Letztendlich hilft wohl nur: sich rarer machen! Weitermachen! Vielleicht den Termin anders legen.

Es wäre auf jeden Fall sehr schade, wenn es das mit dem Prophecy Fest in der Balver Höhle gewesen sein sollte.



Guten Morgen! (Blick aus meinem Fenster.)


Den nächsten Morgen ließ nach zwei langen Frühaufstehertagen dann mal sehr langsam angehen und frühstückte erst knapp vor Ende des Zeitfensters.

Da mich mein Navi ständig zur Stauvermeidung von der Autobahn herunter lotste, habe ich soviel von Deutschland gesehen wie selten auf vergleichbaren Fahrten. Kacke, dass ich nicht die Ruhe weg hatte, zwischendurch noch ein paar Mal den Touristen zu spielen. Gerade einige Aussichten im Sauerland wären schon extrem fotogen gewesen. Aber man weiß ja nie, was noch kommt. Selbst von Hamburg durfte ich nachher noch Ecken sehen, durch die ich noch niemals mit dem Auto gefahren bin, haha.

Doch Stauumgehung plus selten ganz freie Fahrt lohnt sich aber immerhin finanziell. Ich habe auf der Rückfahrt nur zwei Drittel des Sprits vom Hinweg verbraucht. #wasjederunbedingtwissenwollte




Lotus Thief:














The Moon And The Nightspirit:














Spiritual Front:















Noêta:








The Vision Bleak:






Hexvessel:






















Dool:


























Hypnopazūzu: